In diesen Audioübungen trainierst du nicht nur eine grammatische Struktur, sondern auch einen wichtigen Bestandteil erfolgreicher Kommunikation: deine Wirkung.
Sehr oft lernen wir neue Satzstrukturen, formulieren grammatikalisch korrekte Sätze und freuen uns darüber, dass wir etwas richtig sagen können. Im echten Leben reicht das jedoch nicht immer aus.
Kommunikation besteht nicht nur aus Informationen.
Kommunikation besteht auch aus Emotionen, Intonation, Betonung und Ausstrahlung.
Ein und derselbe Satz kann völlig unterschiedlich wirken, je nachdem, wie wir ihn aussprechen.
Vergleiche einmal diese beiden Varianten:
„Es macht keinen Sinn, heute aufzuräumen.“
Oder:
„Es macht wirklich keinen Sinn, heute aufzuräumen! Die Kinder machen in einer Stunde sowieso wieder Chaos!“
Die Information ist fast identisch. Die Wirkung ist jedoch völlig unterschiedlich.
Während die erste Variante neutral und eher technisch klingt, vermittelt die zweite Variante eine Emotion, eine Haltung und eine Persönlichkeit.
Genau deshalb trainieren wir in diesen Übungen nicht nur die Automatisierung der Satzstruktur, sondern gleichzeitig auch die Intonation und den emotionalen Ausdruck.
Deine Aufgabe besteht darin, die Sätze nicht wie eine Grammatikübung vorzulesen, sondern sie so auszusprechen, als würdest du sie tatsächlich in einer realen Situation verwenden.
Stell dir dabei immer die Situation vor:
Versuche, diese Emotionen hörbar zu machen.
Je häufiger du Satzstrukturen zusammen mit Emotionen trainierst, desto natürlicher und authentischer wirst du später im echten Leben sprechen.
Das Ziel dieser Übungen ist deshalb zweifach:
Denn erfolgreiche Kommunikation bedeutet nicht nur, etwas korrekt zu sagen.
Erfolgreiche Kommunikation bedeutet, dass andere Menschen verstehen, was du meinst – und gleichzeitig spüren, wie du dich dabei fühlst.
Höre dir zuerst das Audio an und mache anschließend die Aufgaben.
Stell dir vor, du bist genervt, frustriert, unzufrieden oder leicht aufgeregt. Vielleicht hattest du einen langen Arbeitstag. Vielleicht klappt etwas nicht so, wie du es geplant hast. Vielleicht bist du einfach müde. Sprich etwas schneller als normalerweise. Betone die wichtigsten Wörter stärker. Lass die Emotion in deiner Stimme hörbar werden.
Das Ziel ist nicht, laut zu sein. Das Ziel ist, dass dein Gesprächspartner spürt, wie du dich fühlst. Viele Menschen sprechen in einer Fremdsprache deutlich neutraler als in ihrer Muttersprache. Dadurch geht oft ein wichtiger Teil der Kommunikation verloren. Trainiere deshalb bewusst, Gefühle durch Intonation auszudrücken.
Wiederhole die Sätze nach dem Audio und versuche, die Emotionen möglichst genau nachzuahmen.
Stell dir vor, du sprichst mit einem guten Freund, einer Kollegin oder einem Nachbarn, mit dem du gerne Zeit verbringst. Sprich etwas ruhiger. Lächle während des Sprechens. Versuche, Freude, Interesse und Offenheit in deiner Stimme hörbar zu machen. Achte darauf, dass deine Stimme freundlich und lebendig klingt.
Viele Menschen konzentrieren sich beim Deutschsprechen so stark auf Grammatik und Wortschatz, dass ihre natürliche Persönlichkeit kaum hörbar wird. Deshalb trainieren wir nicht nur die Satzstruktur, sondern gleichzeitig auch deine Wirkung.
Wiederhole die Sätze nach dem Audio und versuche, die positive Stimmung und die entspannte Intonation möglichst genau zu übernehmen. Das Ziel ist, dass deine Sprache nicht nur korrekt, sondern auch natürlich, sympathisch und authentisch klingt.